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Im Leistungssport ist mentales Training längst ein fester Baustein in
der Wettkampfvorbereitung
und in der Wettkampfphase. Psychische TOPFORM ist die Basis,
um Krisen zu meistern, in seinen Leistungen beständig zu sein und
sein Bestes
zu geben.
"Mentaltraining",
"mentale Vorbereitung", "man gewinnt im Kopf" sind
Begriffe, die mittlerweile den meisten geläufig sind, Sportlern wie
Nichtsportlern. Viele Trainer und Athleten stimmen miteinander überein,
daß mindestens die Hälfte eines guten Wettkampfablaufs geistigen
Ursprungs ist.
WICHTIG: MENTALE STÄRKE IST ERLERNT, NICHT ERERBT!!!
Charakteristisch für
innerlich starke, ausdauernde Sportler ist:
SELBST-MOTIVIERT
und SELBST-BESTIMMT:
Du hast es nicht nötig, von außen angestoßen, angeschoben oder gedrängt
zu werden. Deine Weisungen kommen von innen. Du bist interessiert,
weil du es willst.
POSITIV,
aber REALISTISCH:
Du bist keiner, der sich beklagt, kritisiert oder herumnörgelt. Dein
Kennzeichen ist eine Mischung aus Realismus und Optimismus. Dein Blick
richtet sich stets auf den Erfolg.
KONTROLLE
über GEFÜHLSZUSTÄNDE:
Emotionen wie Zorn, Frustration und Angst müssen von dir selbst
kontrolliert werden, sonst beherrschen sie dich. Der starke Wettkämpfer
hält diese innere Gefahr im Zaun.
RUHIG
und ENTSPANNT auch unter DRUCK:
Du gehst dem Druck nicht aus dem Weg, sondern du fühlst dich durch
ihn herausgefordert (Wettkämpfe, Turniere ).
ENERGIEGELADEN
und HANDLUNGSBEREIT:
Du bist fähig, dein Bestes zu geben, ganz gleichwie du dich fühlst
oder wie schlecht oder sinnlos die Situation ist.
ENTSCHLOSSEN:
In deinem Streben nach deinem Ziel bist du unbarmherzig. Rückschläge
werden spielend überwunden.
MENTAL
HELLWACH:
Du bist in der Lage, dich über einen langen Zeitraum hinweg vollständig
zu konzentrieren.
Du kannst abschalten und dich voll auf deine Aufgabe konzentrieren
UNERSCHÜTTERLICHES
SELBSTBEWUßTSEIN:
Du läßt ein nahezu unerschütterliches Gefühl von Selbstbewußtsein
erkennen und glaubst an dich selbst. Selten wirst du Opfer von
selbstzerstörerischen Gedanken oder Ideen seien es eigene oder die
anderer. Folglich ist es nicht leicht, dich einzuschüchtern. Im
Gegenteil: Weil du eine solche selbstbewußte Erscheinung bist, bist
du derjenige, der häufig andere einschüchtert (z.B. im Wettkampf).
VERANTWORTUNGSBEREIT:
Für deine eigenen Handlungsweisen übernimmst du die volle
Verantwortung. Es
gibt keine Rechtfertigung. Du bist dir bewußt, daß dein Schicksal
als Athlet
in deiner Hand liegt. Du bist der Schöpfer deiner eigenen Zukunft.
SCHRITTE
ZUM ERFOLG!!!
1.
SCHRITT: SELBSTDISZIPLIN:
Alles, was einen zum Erfolg führt, lohnt sich, zu tun, auch wenn es
harte Arbeit ist.
2.
SCHRITT: SELBSTKONTROLLE:
Deine Gefühle beherrschen lernen, Kontrollfähigkeit über dich ist
der Weg zum Erfolg.
3. SCHRITT: SELBSTVERTRAUEN:
Dein unerschütterlicher Glaube an dich selbst rührt von dem Wissen
her, daß du dich unter Kontrolle hast und die Fäden deines Erfolges
in deiner Hand hast.
4. SCHRITT: SELBSTVERWIRKLICHUNG:
Wenn du an dich
selbst glaubst, von deinen Fähigkeiten überzeugt bist, stehen dir
alle Türen, offen, dein Können und Talent als Athlet zu
verwirklichen.
WIE ERREICHT MAN DIE RICHTIGE EINSTELLUNG ?
1) Wiederhole ständig die Einstellungen, die du zu erlangen wünschst.
z.B. "Ich kann das" statt "Ich kann
nicht"
Ich werde disziplinierter
Ich liebe den Wettkampf
Ich treffe die Scheibe bei jedem Wetter usw.
2) Lies
alles mögliche, das in positive Weise dich beeinflußt.
Fertige
Zettel mit Schlüsselworten, die sich auf deine neuen Einstellungen
beziehen, wie "Ich liebe es". Lege sie überall da hin, wo
du häufig damit in Berührung kommst.
Sobald
du dich ertappst, daß die falsche Einstellung wie "Ich kann
nicht" wieder die Oberhand gewinnt, sage "STOP" und präge
dir die richtige ein:
"Ich kann".
WIE
MACHT MAN MENTALTRAINING ?
1) Man entspannt zuerst seine Muskeln.
- Wähle
einen bequemen Stuhl, möglichst mit verstellbarer Rückenlehne.
- Finde
einen ruhigen Raum.
- Schließe
beide Augen, atme zweimal tief durch und fühle, wie du innerlich
"losläßt".
- Strecke
beide Arme nach vorne und balle deine Hände zu Fäusten. Steiger
langsam die Intensität der Anspannung, bis alle Muskeln in deinen
Fingern und den beiden Händen maximal angespannt sind, dann
entspanne, und lasse die Arme einfach hinunterfallen. Achte. auf
den Unterschied zwischen dem Gefühl "angespannt" und
"entspannt".
- Strecke
wieder beide Arme nach vorne und spanne die Muskulatur deiner
Unterarme und Ellbogen anhatte die Spannung, werde dir des Gefühls
bewußt, nun entspanne und lasse alles locker hängen.
- Spanne
deine Stirnmuskeln an, indem du die Stirn runzelst. Halte die
Spannung, werde dir des Gefühls bewußt, entspanne und lasse alle
Muskeln deiner Stirn wieder glatter und weicher werden.
- Spanne
die Muskeln in deinem Gesicht anschneide eine Grimasse, halte die
Spannung und entspanne.
- Spanne
deine Halsmuskeln anhatte die Spannung und entspanne.
- Spanne
deine Schultermuskeln anhatte die Spannung, werde dir des Gefühls
bewußt, und entspanne.
- Spanne
deine Rückenmuskeln an, zuerst im oberen und dann im unteren
Bereich, halte die Spannung, werde dir des Gefühls bewußt, und
entspanne.
- Spanne
die Muskeln deines Brustkorbes anhatte die Spannung, werde dir des
Gefühls bewußt, und entspanne.
- Spanne
deine Magenmuskeln an halte die Spannung, werde dir des Gefühls
bewußt, und entspanne.
- Spanne
deine Bauchmuskeln anhatte die Spannung, werde dir des Gefühls
bewußt, und entspanne.
- Spanne
alle Oberschenkelmuskeln anhatte die Spannung, werde dir des Gefühls
bewußt, und entspanne.
- Spanne
die Muskeln vom Knie abwärts an und zwar alle Muskeln einschließlich
des Knies und der Wade, halte die Spannung, werde dir des Gefühls
bewußt, und entspanne.
- Spanne
die Muskeln deiner Füße und Zehen anhatte die Spannung, werde
dir des Gefühls bewußt, und entspanne.
- Konzentriere
dich nun auf das Entspannen aller Muskeln deines Körpers. Nimm
jeglicher Bereich wahr, der vielleicht auf irgendeine Weise noch
angespannt ist, und entspanne diese Muskeln. Behalte diesen
Zustand der völligen Muskelentspannung für mindestens zwei bis
drei Minuten bei.
- Nun gehe über in das eigentliche Mentaltraining!
2)
Das Mentaltraining!
Stell
dir nun deinen Schießablauf oder den eines anderen, der es richtig
macht!!, vor.
ZIEL
ist, den perfekten Schuß zu trainieren. Dazu gehört viel
Konzentration und Ruhe.
Fange
mit dem! Schuß an, wenn du die Schießlinie betreten hast, nimm die
richtige Fußhaltung ein, konzentriere dich nur auf diesen Schuß,
hole den Pfeil aus dem Köcher, nocke ihn ein, faß die Sehne, nimm
etwas Vorspannung, hebe den Bogenarm und ziehe die Sehne mit den
Schultermuskeln (denke an den Ellbogen deines Zugarmes, dieser muß!!
immer nach hinten bewegt werden) zum Gesicht. Ziele und baue dabei
deine Spannung immer weiter auf, bis der Klicker kommt, und löse
locker und entspannt die Hände von der Sehne und fühle deine Finger,
wie sie am Hals entlang streifen. Halte noch zwei Sekunden nach und
senke den Bogen.
Nimm
den nächsten Pfeil ...
Zum
Mentaltraining gehört auch, daß du dir einen Turnier-/Wettkampftag
in Gedanken vorstellst.
Man fängt
mit dem Aufstehen an diesem Tag an, dann folgt das Anziehen der Schießbekleidung
(die im Training schon getestet wurde!), das Frühstück (siehe Sportlerernährung),
der Anfahrtsweg zum Schießplatz, das Wetter (es gibt nur schlechte
Kleidung), das Aufbauen des Bogens, die ersten Probeschüsse, tolle
und miserable Schüsse, auf der Ergebnistafel zu stehen (auch dies muß
man erst verkraften lernen!) und die Siegerehrung.
Wenn du
all dies allmählich in dein Mentaltraining einbaust, so denke ich,
wirst du bald ein wettkampfstarker Schütze sein, der die Konkurrenz
weit hinter sich läßt.
VIEL
ERFOLG WÜNSCHT
Sven
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